21
Nov
2014

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Bathseba im Bade

Ich habe schon hier im Blog erzählt, dass ich ziemlich "fromm" erzogen wurde. In der DDR kam das nicht so häufig vor. Wir waren Mitglieder der altlutherischen Kirche, die sich eben dem Luther mehr verpflichtet fühlte als der modernen Zeit. Und Luther selbst war ja immer auch ein sehr frömmelnder (katholischer) Mönch gewesen.
Wir hatten viele Bücher zu Hause, die von der Bibel handelten, auch bebilderte für Kinder. Ich war weitaus faszinierter vom Alten Testament als vom Neuen, von den Geschichten über David, Salomon, dem Jonas im Walfisch und so was... dagegen waren die Jesusgeschichten irgendwie saft- und kraftlos :-)
Eine Geschichte hatte ich damals gar nicht richtig verstanden und bin jetzt beim eigenen Schreiben drauf gestoßen.
Schauen sie mal

hier

Batsheba war die Gattin eines hohen Offiziers im Heer Davids. Er war im Krieg.

David blieb Zuhause im Palast, beobachtet Bathesba im Bade (wollte sie es?) und das Begehren flammt in ihm auf. Sie ist wunderschön.
Sein Begehren ist ja gegen Gottes Gebot (du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib...)
Er schläft mit ihr und lässt durch eine Intrige anschließend ihren Gatten ermorden (oder war es umgekehrt).
Der zornige Gott bestraft die beiden Liebesleute mit einem tot geborenen Baby.
Doch Davin heiratet Bathseba und sie bekommt ein zweites Baby, den späteren König Salomon.


Bathseba im Bade ist ein Bild, das wahrscheinlich jeder bedeutende Maler des Mittelalters gemalt hatte.

PS Interessant ist für mich auch, Thomas Mann schreibt darüber in der Josephstrilogie, dass der Gott des Alten Testaments mit sich Verhandeln ließ, zum Beispiel im Gespräch mit Abraham, als um die Zerstörung von Sodom und Gomorrha ging... so auch hier mit Davids Sünde, erst eine Totgeburt, aber David hält zu seiner Liebe und dann:
Tja, den Salomon :-) Super. Die Liebe ist stärker als Gott!
7

20
Nov
2014

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wow

Das Mittelalter ist unter uns.

hier

Und wehe hier schwärmt nochmal einer für den neuen Papst!
52

Mein Geist

Der Tag ist trübe. November graut uns. Depressionen schleichen umher und schlagen uns nieder.
Vielleicht hilft ja eine alte fröhliche Geschichte weiter, mal wenigstens zu lächeln :-). Sorry, für diejenigen, die sie schon kennen, also


Mein Geist

Zu jener Zeit hatte ich einige Probleme.
Eigentlich war mir bald völlig klar, ich war besessen von einem Geist, der seinen Schabernack mit mir spielte. Es war nicht mein Gehör, im Gegenteil, ich hörte sehr gut, aber ich hörte einfach das Falsche. Vielleicht verhielt sich dieser Geist auch so klug, dass man sagen konnte, ich hörte das Richtige. Diese Frage ginge ins Philosophische. Das erste Mal fiel er mir in einem Café auf. Damals hatte ich mir angewöhnt, im Café zu schreiben. Die junge Kellnerin erschien, und ich, von meinem Manuskript hoch sehend, sagte:
„ Ich hätte gern einen Kaffee schwarz und einen kleinen Weinbrand.“
Die Kellnerin lächelte, nickte und plötzlich sprach es aus ihr:
„Ich weiß ja, dass du am liebsten meine Brüste anfassen würdest.“
Ich nahm meine Brille ab, legte das Heft beiseite und antwortete:
„Bitte, ich habe das eben nicht richtig verstanden.“
Und sie sprach, ohne mit einer Wimper zu zucken:
„Wir haben eine französische Sorte und eine gute deutsche. Welchen möchten Sie denn?“
„Äh“, ich reagierte verdutzt wie ein blindes Schaf und war ziemlich verstört: „ich nehme den deutschen Weinbrand.“
Und während die kleine Kellnerin Hüfte schwingend auf ihren hochhackigen Schuhen entschwand, wurde mir klar, das mit den Brüsten hatte sie nicht gesagt, aber ich hatte es gehört.
So ging das von einem Tag zum anderen. Verkäuferinnen sagten manchmal dermaßen obszöne Dinge, dass mir das Blut rasend in den Kopf stieg, und dann stellte sich heraus, sie nannten nur den Preis des Tabaks und der Schokolade, die ich gerade kaufen wollte. Seltsamerweise hatte dieser Geist, von dem ich besessen war, einen Heißhunger auf Schokolade.
Ich ging zu verschiedenen Ärzten, die meisten schüttelten den Kopf, murmelten etwas von Schizophrenie oder so, einer sagte:
„ In meinen Augen bist du ein kleiner Idiot, der sich interessant machen möchte.“
Natürlich wusste ich inzwischen, das sprach dieser närrische Geist, und meine Nachfrage ergab ja auch, wie die anderen empfahl er irgendwelche Tröpfchen oder Tabletten. Es half alles nichts.
Ich versuchte, so gut es ging, mit diesem Geist zu leben.
Wenn ich mit meiner Frau den Einkauf zum Wochenende absprach, so viel von den Getränken, Brot, Kartoffeln und dies und das, und sie auf einmal sagte:
„Ich weiß, warum du seit einer Woche nicht mehr mit mir schläfst, du liebst eine andere Frau“, beachtete ich diese Worte gar nicht, sondern führte das Gespräch ganz normal fort, „was meinst du, Schweinebraten, oder hast du mal Appetit auf Ente?“
Und sie antwortete:
„Wir kaufen eine Ente.“
Unsere kleine Tochter, die mit am Tisch saß, wir versuchten immer, sie in allem einzubeziehen, sprach zu mir, besser gesagt, es sprach aus ihr:
„Nach meiner Ansicht ist deine Frau eine egoistische Zicke.“
Sie sprach von ihrer Mutter!
Ich runzelte die Stirn, schaute sie fragend an, sie erwiderte meinen Blick mit unschuldigen Kinderaugen, und, als wenn sie von meinem Geist ahnte, wiederholte sie:
„Ihr sollt die Cola für mich nicht vergessen.“
Die Kleine war sechs Jahre alt. Wir saßen alle in der Küche. Meine Frau bemerkte:
„Deine Tochter ist eine kleine, verzogene Prinzessin, und ich weiß gar nicht, was sie hier in unserer Küche sucht.“
Inzwischen kannte ich meinen Geist so gut, dass ich wusste, nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit hatte sie gesagt:
„Du trinkst für dein Alter zu viel Cola.“
Und so redete ich einfach in die Vermutung hinein:
„Na ja, eine große Flasche für’s Wochenende können wir ja kaufen.“
Beide lächelten und nickten, und ich wusste, ich hatte ins Schwarze getroffen.
Aber die Missverständnisse nahmen mitunter peinliche Formen an. Nur eines war mir sicher, der Geist saß im Innenohr.
In einer Zeitungsannonce bot sich eine Psychologin mit Hypnosebehandlung an.
Ich erzählte ihr alles. Sie schien eine kluge Frau zu sein, trug eine schicke Brille, aber dahinter erkannte ich warmherzige Augen. Mein Geist schwieg bei ihr, jedenfalls dachte ich es.
Sie erklärte mir:
„ Dieser Geist, von dem sie sprechen, ist mit Sicherheit eine innere Unzufriedenheit, vielleicht irgend etwas anderes, vielleicht ihre Ehe, ihre Kindheit, ich denke, mit mehreren Hypnosebehandlungen werden wir ihn verbannen.“
Ich vertraute ihr und legte mich bereitwillig auf die Liege. Sie zündete Kerzen an und legte indische Musik auf.
Ihre Stimme klang so sanft, wie ihre Augen es schon versprachen. Ich war ganz entspannt, ich roch sogar frische Waldluft mit Farn im Sonnnenlicht und kleine rote Erdbeeren und dachte glücklich, jetzt verschwindet der Geist. Wie Siddhartha, der Buddha schwebte ich ins Nichts.
Genau in diesem Moment, sie stand hinter mir, küsste sie mich auf die Stirn und sagte mit ihrer schönen Stimme ganz zärtlich:
„Wenn du willst, kannst du mich jetzt durchvögeln.“
„Ja“, antwortete ich in meiner seligen Entspannung, „ich will.“
Und ich hob meine Arme nach oben, griff sie mir, zog sie auf die Liege, sie spielte ein wenig die Widerstrebende. Kurz und gut, ich zerriss ihren Slip, öffnete meine Hose und machte meine Sache, so gut ich konnte... als wir dabei waren, nahm sie ihre Brille ab.
Danach, wir ordneten unsere Kleider, setzte sie ihre Brille wieder auf - und flüsterte etwas verwirrt:
„Sag mal, was hast du dir denn dabei gedacht?“
„Na, hast du nicht gesagt, wenn du willst, kannst du mich jetzt durchvögeln?“
„Nein, habe ich nicht.“
Verdammter Geist.
Wir saßen Minuten später wieder an ihrem Schreibtisch, und sie sagte ganz leise:
„Ich denke, wir setzen die Behandlung nicht fort, was du brauchst, ist eine richtige Kur.“
„Ich bin auch der Meinung, Sie haben recht.“
Es erschien mir irgendwie anständiger zu sein, ins „Sie“ zurück zu wechseln.
So fuhr ich zur Kur. Da wurde alles noch schlimmer, anstatt besser... inzwischen sind Jahre vergangen - ich habe mein Gehör verloren, der Geist plagt mich nicht mehr. Ich lebe allein und bin ein zufriedener Mensch. Smile, taub, aber geistlos.
50

19
Nov
2014

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Kramen in alten Texten

Das Kramen in alten Texten ist wie das Anschauen von alten Fotos.
Das soll ich gewesen, das soll ich geschrieben haben?
So unreif, unfertig, so naiv, an Wahrheiten und Realitäten haftend wie eine Wanze auf einer Bettdecke. Woher soll der Blick kommen für die Erhabenheit der Berge, wenn man am Boden klebt?
Ja, da ging es sich schwer, da ging es sich leicht.
Aber jetzt erst erkennt man, da ging es bergan und da bergab.
Alles muss reifen.
Auch das eigene Leben.
Im Abstand wird alles klein.
Da lobe ich mir das Alter, wenn man möglichst nicht mehr leidet an der Alltäglichkeit des eigenen Lebens, an Lust und Schmerz, auch nicht an Glück und Euphorie.
Wenn man abhebt wie ein Adler in die Lüfte und eine Landschaft entdeckt mit Berge und Täler, mit Wiesen und Wäldern, mit Seen und Meere... und dann noch sich erinnert an das eigene Kinderlachen, das schwirrt über allem.
Man schwebt.
Und betrachtet sich selbst mit der nötigen Nachsicht, und mit dem Verstehen, nichts weiter als ein kleiner Mensch gewesen zu sein, nichts besonderes. Einer von vielen.
Mit Abstand dann kann man sich mit dem Erfinden beschäftigen und entdeckt die Freude am Fabulieren und an der Fiktion. Das Leben als ein besonderer Repräsentant von Tausend Leben. Das Typische und das Besondere verschmelzen.
Man muss nicht alles selbst erleiden. Nichts ist langweiliger als die Realität.
Nichts ist unglaublicher als die Wirklichkeit erfundener Texte.
Und wunderbarer.
56

deine muschel

deine muschel schmeckt
nach meer
so unergründlich
dunkel wie die tiefsee
und so klar und blau
wie eine lagune
im flachen und warmen
deine muschel schmeckt wie
im frischen salzwasser gespült
hervorgeholt
aus der tiefe ins flache
voller geheimnisse
deine muschel ist
deine lust gibt mir meine
in den staffelstab
des wettbewerbs
für schwimmer der lust
du kommst in wogen
bis auch ich
überflute
liebste
verströme dich in ein langes
glückseliges seufzen
mit mir
gemeinsam

in der mitte immer das
du

dann
lass uns ausruhen
am strand
unserer gelben
laken
jaaa
41

18
Nov
2014

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Glück

Der alte Mann ging auf den Hof und hackte Holz.
Die Frau schaute aus dem Fenster und sah ihm nach und seinem etwas schwankenden Gang, der immer noch bedächtig und fest war. In der Hand die Axt ging er zum Holzstapel.
Dann hörte sie den ersten Schlag und danach das Holz splittern. Er arbeitete stetig, langsam, aber ohne Pause.
Sie kochte und räumte die Küche auf. Draußen klang das Holzschlagen wie Musik in der Kälte.
Nach zwei Stunden kam er herein.
Er zog sich aus und legte seine Kleidung über den Stuhl.
Sie beobachtete ihn durch die geöffnete Küchentür.
Sie konnte bis ins Bad sehen. Er hatte die Tür nicht geschlossen.
Mit welcher Bedacht und Sachlichkeit er sich rasierte, faszinierte sie. Er hatte einen nackten Körper, der alt, aber immer noch stark war. Welke Haut, faltige Haut, knochige und große Hände, starke Knochen. Der Körper eines Arbeiters, auf seinen Schultern Altersflecke groß wie Geldstücke. Unter den Augen Tränensäcke, der Hals faltig, aber noch nicht dünn, der Nacken immer noch fest, die Arme muskulös. Sein Hintern auch immer noch fest, die Schenkel stark, der Schwanz größer als früher, fand sie.
Er wusch sich langsam wie er alles langsam tat, sorgfältig und gründlich, nicht zärtlich wie eine Frau es tut, aber sachlich genau.
Dann zog er sich wieder an.
Sie schlug Eier in die Pfanne.
„Willst du Kaffee zum Frühstück oder Tee?“
„Kaffee“, sagte er und lächelte.
Als er saß, goss sie ein.
Sie berührten sich einen Moment wie unbeabsichtigt und hielten inne.
Sie spürten beide eine Welle von Liebe.
„Draußen riecht es nach Schnee, er ist schon in den Bergen.“
Sie setzte sich ihm gegenüber und sah ihm zu wie er aß.
„Ich freue mich auf den Winter“, sagte sie.
Er schwieg.
Wie lange werden wir noch so glücklich sein, dachte sie und stand auf, um nicht ihre Rührung zu zeigen. Sie räumte am Herd.
Als sie sich umdrehte, sah er sie an und schob den leeren Teller von sich weg.
„Danke“, sagte er. Er lächelte wie Mut machend.
„Für was?“ fragte sie.
„Für alles.“
75

14
Nov
2014

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Literaturkritik

Wer liest heute noch Lyrik? Und wenn überhaupt, wer liest gute Lyrik?
Wie unterscheidet man das Gute vom weniger Guten?
Was ist schlecht?
Grottenschlecht, grins?
Ist die Wertung nicht einer elitären bis hochnäsigen kleinen Gruppe vorbehalten? Marinierte und eigentlich lächerliche Wichtigtuer...
Und gerade bei diesen Leuten ist der Neid, die Missgunst und "subjektive" Wertung sehr verbreitet.
Machen wir uns nichts vor, der Normalbürger hält einen platten Zweizeiler von Dieter Bohlen bei DSDS für Poesie :-)

Lesen Sie

hier

Der Kritiker scheint seine Sache zu verstehen. Aber gleich "dichtende Luftnummer"?
Ich bin übrigens drauf gestoßen, weil ich hier irgendwo den Namen des Dichters las, den ich gar nicht kannte *gg*
Unbedingt stimme ich dem Kritiker bei der Einschätzung Helmut Schmidts zu :-)))

Na ja, warum müssen sich eigentlich die Angehörigen einer kleinen Randgruppe gegenseitig so hassen? Also in diesem Fall die Lyriker...
Von den Terroristen hörte ich das auch einmal...
Ist das ein Merkmal?
47

13
Nov
2014

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Oma

Oma

Mir ist so schwer zumute
alle Leute reden nur vom Sterben
dass Oma endlich sich nun spute
wir wollen auch mal erben

Sie hatte es so schön, die Gute
ein dickes volles Leben lang
nie spürte sie der Nöte Rute
doch neuerdings ist ihr so bang

Sie klagt und barmt, sie wär' alleine
und hätte so viel Angst in Einsamkeit
zu leiden, auch schmerzen die Beine
nein, für die Oma wird es Zeit

Soll sie im Siechenheim sich quälen?
Wer will denn das schon, na wer?
Traurig die vielen Stunden zählen,
allein, zu Besuch kommt keiner mehr

Das Erbe würde uns sehr nützen,
wir tun nur Gutes mit dem Geld
lasst uns nun die Oma stützen,
wir bringen sie zum Sterbezelt

Da wartet schon der Doktor Pille
wir alle stehen ihr zur Seite - so
Mag sie sagen, es wär' ihr Wille
er spritzt - wir sind auch ganz froh

Haben ein gutes Leben ohne Oma
keine Lasten mehr zu tragen
und können endlich, endlich sagen
sie war bis zum Schluss - für uns da
die Oma
59

Debatte über Sterbehilfe im Bundestag

92 % der Kommentare bei t-online sprechen sich für die Sterbehilfe aus. Dort wird live die Bundestagsdebatte kommentiert und dargestellt.
Ich bin ehrlich gesagt baff wie die doch meist gesunden Kommentatoren meinen genau zu wissen wie einem Sterbenden zumute ist.
Genau genommen ist eine beispiellose Kampagne in den Medien losgetreten worden und das ist anscheinend das Ergebnis.
Ich glaube an keinen Gott der Kirchen, ich glaube auch nicht, dass es irgendeinen göttlichen Geist interessiert, ob eine Person eine andere tötet.
Also ich glaube an kein Höllenfeuer der Bestrafung.
Wenn die Entwicklung so weiter geht und ich womöglich 80 Jahre alt werde, kann es schon sein, dass ich dann mit einem Knüppel erschlagen werde, weil irgend jemand sich anmaßt mich von einem Leid erlösen zu wollen.
Wenn Sterbehilfe erlaubt wird, wäre das der erste Schritt dazu.

Auch als Atheist kann man von einem Geheimnis überzeugt sein, das in dieser Welt hinter allem steht.
Wenn für einen Menschen die Zeit gekommen ist zu sterben, wird er sterben.
Auch Schmerzen und Leid gehören zum Leben.

Wer das nicht annehmen möchte, wird auch Wege finden sich das Leben zu nehmen.
Dazu braucht er keine andere Person und schon gar kein Gesetz, dass am Ende der Euthanasie die Türe öffnet.
60

11
Nov
2014

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Maischberger

Heute Abend

hier

übrigens: jede Kirche ist eine Sekte.
58

Leseland ist abgebrannt

In der Frankfurter Allgemeinen findet man einen Aufsatz über die "DDR-Literatur".
Wen es interessiert, bitte schön

hier

Schön, dass Hermann Kant und Erwin Strittmatter nicht erwähnt werden :-))
Ich wette, die beiden wurden am meisten gelesen in der kleinen DDR...

Traurig, dass Anna Seghers und Brecht nicht erwähnt werden. Noch trauriger, dass Biermann erwähnt wird.

Na ja, ein Blick von außen.
35

10
Nov
2014

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Mauerfall

In Träumen geschehen seltsame Geschichten,
die mich in ausweglose Situationen bringen.
Längst Verstorbene verlangen von mir
Lösungen zu finden für Probleme,
die ich nicht zu verantworten habe.
(Ich lasse mir doch nichts einreden)
Ich suche fieberhaft und verzweifelt
ihnen alles recht zu machen
bis ich erschöpft Träume los einschlafe.
Nein, die Mauer habe ich nicht geöffnet.
Allerdings auch nicht gebaut.
Wenn ich aufwache, dusche ich kalt
und lache alles weg.
Für euch Gespenster ist es zu spät geworden.
Obwohl euch keiner erschossen hat,
gehört ihr zu den Mauertoten.
(Manche starben eben auch einfach so.)
Zum Frühstück gibt es Käse und Salat
und Vollkornbrot und ein Müsli
und einen heißen Tee mit Zitrone.
Schauen wir nach vorn,
vielleicht schreibe ich doch noch
einen Roman.
Was vergangen ist, kommt nie wieder,
es lohnt auch das Trauern nicht.
Wir sind auf der Welt, um neugierig zu sein
auf das Morgen,
und um möglichst vergnügt
im Heute lebendig zu bleiben.
Die Götter der Götter lachen über
jede Religion,
(was die sich aber auch ausgedacht haben.)
Die Welt an sich ist eine schöne Sache.
Und zwar ohne das alles.
Was die Träume angeht:
Ich schlaf mich gesund.
74
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Bathseba im Bade
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iGing (Gast) - 20. Nov, 23:31
Ich wurde damals als...
Ich wurde damals als geschiedene Frau bei der "Caritas"...
KarenS - 20. Nov, 22:16

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Meine Kommentare

Ihre Punkte würde...
außer die Nummer 1. Der (neue) Kardinal Woelki...
HARFIM - 21. Nov, 15:09
Danke.
Den Staffelstab sollte ich mir patentieren lassen,...
HARFIM - 20. Nov, 14:03
danke,
ich mag den November auch. Wie immer, wenn man sich...
HARFIM - 20. Nov, 13:55

wo treiben Sie sich denn rum, Frau KarenS? Ich hoffe,...
HARFIM - 20. Nov, 10:32
stimmt, das ist schlimm...
HARFIM - 19. Nov, 19:10

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