23
Jul
2014

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Paris - Wedding. Ein Fest fürs Leben.

wie ich gerade sehe, liebe/r Leser/in, hat wieder eine/r "Emma Mielke"hier gekauft, ich nehme es mit großer Dankbarkeit zur Kenntnis :-) und verweise auch auf die anderen Bücher wie zum Beispiel "Die Liebe des Pianisten"hier, daraus die folgende kleine Erzählung:



Paris – Wedding, ein Fest fürs Leben

Irgend etwas stört mich. Anscheinend schalten sich meine Sinne nacheinander ein. Es riecht nach Flieder. Das Kissen fühlt sich kühl und seidig an, meine Augen kleben.
Von weit her plärrt die Stimme der Piaf „Milord“ auf französisch, ich verstehe kein Wort. Endlich würgt jemand den Gesang ab, als zerspringe eine Feder, so klingt es. Ein altes Grammophon?
Stimmen und Tritte, jemand kreischt,
„Ihr habt vor nichts Respekt. Ihr trinkt euch zu Tode...“
In dem Moment wird mir bewusst, dass der Rotwein von gestern Abend jegliche Feuchtigkeit aus meinen Gaumen saugt. Meine Zunge schiebt pelzig hin und her, als wäre sie um Dreifache angeschwollen.
„Haben Sie mich je betrunken gesehen?“
Wer sprach da?
„Nein. Aber Ihre Freunde sind betrunken.“
Die Stimmen verebben.
„Ihr seid eine verlorene Generation.“
Mit einem lauten Knall explodiert die Wohnungstür in meinem Kopf. Endlich bekomme ich die Augen auseinander. Meine Schulter und meine Arme sind aus Blei. Durch die halbgeschlossenen Jalousien tanzen Sonnenstrahlen Ballett mit der Gardine als Röckchen.
Cremefarbene Bettwäsche, ich glaub' es nicht.
Wer ist eine verlorene Generation? Wir waren nie im Krieg? Dafür waren wir in der DDR. Das ist auch wie Krieg.
In dieser Wohnung existiert eine laute Küche. Jemand klappert mit Tellern, es zischt, jetzt riecht es nach Kaffee.
Langsam kommen die Erinnerungen, wie ein alter Film in Schwarz –Weiß aus einem Projektor flimmert. Gestern waren wir in einer kleinen Kneipe im Wedding.
Ein Student erzählte von Paris. Dieser Fotograf war auch da und einige Mädchen. Er reiste von Berlin nach Paris, um mit seinem Modell Aktfotos auf dem Eiffelturm zu machen. Früh um vier erwischten sie dann einen unbeobachteten Moment auf der oberen Plattform, sofort tauchten ein paar Gendarmen auf, als sie mit den Fotos begannen.
Wir tranken den Rotwein aus Flaschen.
Einer erzählte, wie seine Eltern eine Busreise nach Paris machten, der Fahrer fand keinen Parkplatz. So fuhren sie eben eine ganze Nacht nur herum, Louvre, Place de la Concorde, Notre Dame, Champs-Elsysée bis zum Arc de Triumph, Monmatre, alles durchs Busfenster.
Am nächsten Vormittag konnten sie sich in Versailles die Beine vertreten, dann ging’s ab nach Hause. Wir hörten nicht auf zu lachen. Vom Wedding nach Paris.
Wo bin ich nur gelandet? Ich bin ein nackter Mann in cremefarbener Seidenbettwäsche in einer fremden Wohnung mitten im Wedding, so hoffe ich doch.
„Guten Morgen, Scherrie.“
Mein Gott, ist die schön. Schwarzer Bubikopf wie Mireille.
„Morj’n.“
„Kommst du frühstücken?“
Jetzt fällt ’s mir ein, sie heißt Chantal, eine Austauschstudentin aus Paris, sie hat mich abgeschleppt. Sie öffnet die blau gestrichenen Holzläden mit den Jalousien und zieht die Gardine auf.
Warmes helles französisches Sonnenlicht fällt herein. Ich kann es nicht fassen, das Fenster reicht bis zum Boden und ein Gitter aus Gusseisen dient der Sicherheit. Draußen hupt ein Auto. Vor dem Fenster bewegen sich die satten grünen Zweige einer Kastanie. Chantal öffnet einen alten restaurierten Schrank, in der Mitte hat er einen ovalen Spiegel, sein Rahmen ist rosarot, die großen Flächen rechts und links an den Türen weiß mit blutroten Rosensträußen bemalt. Sie holt einen schneeweißen Frottémantel heraus und wirft ihn mir zu.
„Hierr Scherrie, zieh ihn dir überr.“
„Komm her, ich küss dich.“
Sie hat eine gemütliche kleine Küche, die mich an die Küche meiner Großeltern erinnert.
Milchkaffee und Schokoladencroissants.
Anschließend rauchen wir filterlose Zigaretten. Auf ihrem Tisch liegt ein Buch, „Paris, ein Fest für Leben“ von Hemingway.
„Wer hat denn hier vorhin so herumgeschrieen? “
„Oh, das sein Madame Stein von nebenan.“
„Das heißt hier Frau Stein.“
Chantal lacht silberhell, ich blättere in dem Buch.
„Schau, ich les dir mal vor: ‚Später, als ich meinen ersten Roman schrieb, versuchte ich, Miss Steins Zitat von dem Garagenbesitzer durch eines aus dem Prediger Salomon
auszubalancieren.’ “
Möglichst unschuldig schaue ich Chantal an.
„Der Mann war wohl nicht recht bei Troste.“ Sie prustet los.
„Paris hatten ihm Kopf verdreht.“
Wir drücken die Zigaretten gleichzeitig aus. Chantal beugt sich über den Tisch, sie muss man ja küssen.
„Was machen wir jetzt?“
„Ich gehen noch mal mit Fifi in Bett.“
Chantal kichert. Sie ist eine Französin, sie hat kein Schamgefühl.
„Ich heiß nicht Fifi, ich bin Fritz aus Berlin, aus Köpenick genau.“
Chantal girrt.
„Ich meinen ja auch Fifi von Frritz.“
Was soll man machen, gegen Paris hat Berlin keine Chance. Geh’n wir eben noch mal ins Bett...
13

21
Jul
2014

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Heiße Tage

Auch 2007 gab es heiße Tage. Eine unzensierte Erinnerung, die noch auf der Festplatte herum lungerte:


Jazz ist für Ohren, in denen Hörgeräte stecken, die beste Musik. Der leicht blecherne Ton der Trompete swingt über mich, das Schlagzeug wischt ganz weich, jemand singt, ich fühle mich wohl. Früher hörte ich fast nur Klassik, mir ist der volle warme Klang verloren gegangen. Macht nichts, so entdecke ich eben den Jazz. Draußen knallt die Sonne, und ich habe die gelben Vorhänge zugezogen, um die Hitze nicht hereinzulassen. Die Kranke liegt mit dem Gesicht zur Wand und zwinkert laufend mit den Augen. Vielleicht trainiert sie die ersten Schritte für eine Kommunikation. Die Musik dringt bis ins Krankenzimmer. Ab und an gehe ich zu ihr und kontrolliere die Werte. Immer in der rechten Seitenlage hat sie eine ziemlich hohe Herzfrequenz.
Jetzt klingt ein Saxophon. Es hebt völlig ab und passt zum Sommer in der Stadt.
In der Nacht habe ich höchstens drei Stunden geschlafen. Die Alarme trieben mich an, wie einen müden Zirkusgaul die Peitsche des Dompteurs. So fühle ich mich auch, wie ein müder Gaul.
Ich würde mich ja auf der Couch lang machen, aber ich darf nicht einschlafen. Eine Lieferung Windeln und Unterlagen soll noch kommen. Auf dem Schreibtisch liegt das verloren gegangene Papier vom Sozialamt. Ein Wunder hat es aus einer Ecke des Ambulanzbüros gefegt. Die Schwester zuckte nur bedauernd die Schultern und legte es mir hin. Und vergessen Sie nicht, es dem Boten des Sanitätshauses auszuhändigen. Hermes, der Windelbote.
Abends sitze ich neben der Kranken und halte ihre Hand beim Fernsehen. Gestern kam ein Film mit Whoopi Goldberg, als sie noch ganz jung war. Es ging um den Beginn des Kampfes der Schwarzen Amerikas für ihre Menschenrechte. Alles begann mit einem Busboykott. Der Film war sehr anrührend, der Kranken hätte er sicher gefallen, wenn sie gesund gewesen wäre. So zeigte sie mir ein todtrauriges Gesicht, ob sie wohl zuhörte? Ich habe allein am Schluss geweint, bei solchen Filmen weine ich immer. Auch bei Chaplinfilmen weine ich. Bei Lichter der Großstadt kann ich genau die Stelle vorhersagen, sie könnten mir den Film hundertmal zeigen, wenn das ehemals blinde Blumenmädchen in dem zerlumpten Tramp ihren heimlichen Gönner und Wohltäter erkennt, fließen mir die Tränen. Sie fühlt mit der Hand seine Hände, und schaut ihn plötzlich forschend an, nun ist sie ja nicht mehr blind, und dann kommt ganz groß und fett „DU?“ und dann Charlies Gesicht, er kaut so etwas verlegen am Fingernagel und nickt zögernd, seine Augen funkeln lustig. Meine Augen schwimmen, ich kann nichts dagegen machen, ich bekenne mich.
Unser Leben ist so traurig, ich vergieße keine Träne deswegen, aber bei Chaplinfilmen heule ich wie ein Schlosshund.
Vorgestern brachten sie im Fernsehen eine Diskussion über Patientenrechte. Ein Oberarzt des Krankenhauses, in dem man meine Frau ermordet und doch nicht getötet hat, war auch zugegen. Zum Glück kannte ich den Mann nicht. Aber die Gefängnisflure und Pendeltüren, welche sie in einem kurzen Zwischenbericht zeigten, waren mir sehr vertraut. Der Doktor sagte, die Medizin müsste nicht nur an den technischen Erfolgen gemessen werden, auch die Karriere eines Arztes müsste nicht ausschließlich von seinem medizinischen Sachverstand abhängen. Er wünscht sich, man besänne sich und kehre zu dem alten ärztlichen Ethos zurück. Ich traute meinen Ohren nicht, er sagte tatsächlich, jeder Arzt müsste den Patienten so umsorgen, als wenn es sich um einen leiblichen Verwandten handelte. Ich konnte noch nicht einmal weinen, eher laut und bitter lachen.
Einer der kleinen James Bond im Weißkittel sagte mir einst, emotional bin ich Null beteiligt, und er bestand auf das Herz schädigende Medikament, ohne das Herz regelmäßig untersuchen zu lassen. Hätte er das auch mit seiner liebreizenden Gemahlin gemacht, der Halunke? Jetzt bekommt die Kranke schon über ein halbes Jahr nicht mehr dieses angebliche Wundermittel gegen die Leukämie... Und angeblich hätte sie nach kurzer Zeit mit einem Rückfall, einem Rezidiv rechnen müssen. Hat sie aber bisher nicht bekommen. Dafür ist ihr Hirn zerstört, angeordnet von einer dummen und arroganten Assistenzärztin mit der gerade erst erfahrenen Kenntnis des schwer kranken Herzens. Ich sehe sie nur vor mir, dieses Teufelweib, wie sie mich näselnd fragte, ob meine Frau auch wegen Aids untersucht worden sei! Wie haben sie denn Ihre Frau eigentlich in Kenia kennen gelernt? Das ist ärztliches Ethos?
Man schob die Kranke ohne Überwachung in die Röhre der Computertomographie, wahrscheinlich waren die Damen und Herren Mediziner mit Scherzen und Plaudern beschäftigt, bis einer mal zufällig auf den Monitor schaute, „Mensch der ihr Bauch bewegt sich ja gar nicht, ich glaube, die atmet nicht mehr!“ Ärztliches Ethos, ha, ist es ihnen schon gelungen, die Papiere zu fälschen?
Der Rechtsanwalt erhielt einfach keine Antwort, das ist ein krimineller Sumpf!
Was wird der Gutachter herausfinden? Wie wird man ihn täuschen? Während der Sendung schaute ich in dein unbeteiligt trauriges Gesicht... nein, ich kann nicht weinen wegen gewissenloser Banditen...
Schließlich wechselte ich angewidert das Programm und wählte einen alten Western mit Frank Sinatra und Dean Martin. Frei nach Brecht könnte ich sagen: „Was ist der Tod durch eine Revolverkugel gegen die Spritzennadel eines Krankenhauses?“
Die Schwester kommt. Sie sitzen ja immer noch am Computer!
Ach Mensch, ich habe Wäsche aufgehangen, die Kranke bemuttert und ein Geburtstagspaket für meinen Enkel fertig gepackt.
Aber jetzt schreiben Sie schon wieder. Worüber denn?
Ich lehne mich grinsend zurück. Über ärztliches Ethos. Sie lacht.
Ach, hören sie bloß auf, ich komme gerade von einer Patientin, da war die Polizei da.
Was war da los?
Die staatliche Betreuerin hat ihr ganzes Konto geplündert.
Eine einzelne Geige schluchzt über die Dächer der heißen Stadt... o Mann.
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WG-Suche

Wenn Sie eine WG suchen, bitte schön

hier

smile, mit einem besonders lieben Gruß an D. :-)
32

20
Jul
2014

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Was bedeutet eigentlich Nachruhm?

Manche/r Autor/in, die oder der verzweifelt versucht den Fuß in die Tür zu setzen, welche den Raum öffnet für Anerkennung und Ruhm, tröstet sich letztendlich damit, nach ihrem oder seinem Tode den Nachruhm zu erringen.
Da ich Atheist bin, finde ich das seltsam - aber irgendwie auch verständlich.
"Es kann die Spur von meinen Erdentagen nicht in Äonen untergehen", heißt es wohl bei Goethe.
Aber was ist eigentlich Nachruhm.
Anna Seghers starb hochbetagt vor ungefähr 30 Jahren. Für die Menschen aus dem Osten jedenfalls war sie schon zu Lebzeiten die bedeutenste Autorin ganz Deutschlands des 20. Jahrhunderts. Im Westen bei vielen unbekannt.
Ost und West waren eh sehr unterschiedlich. Das wird heute manchmal vergessen.
Mir wird es bewusst, wenn ich Gleichaltrige kennen lerne, Filme sehen, Bücher lese. Es mag ja sein, dass es einige über diese Einheitsbesoffenheit verdrängten ... aber es ist so.
Von den Dummköpfen in beiden Teilen Deutschlands abgesehen, die ihr Wertesystem nur nach Konsummöglichkeit, Karriere und Besitz ausrichten, haben in Ost und West Menschen ganz unterschiedliche Werte entwickelt, die ihnen wichtig sind.
Das Thema könnte Bücher füllen.
Ost und West, 30 Jahre nach dem Tode Anna Seghers, die Nachruhm besitzt. Es gibt eine Gesellschaft, eine Gedenkstätte, eine Straße, eine sehr interessante Jahreszeitschrift "Argonautenschiff".
200 Mitglieder, die einen Beitrag von 50 Euro (jährlich) bezahlen, das sind Leute, die international interessant sind, na kramen Sie mal auf der Seite rum

hier
37

19
Jul
2014

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Berlin-Marzahn wird umbenannt

So, das ist endgültig der letzte Eintrag zur WM in Brasilien, jedenfalls in diesem Blog. Wenn Leo/Gutsch noch weitere Folgen ihres Jogi-Löw-Tagebuchs in der Berliner Zeitung veröffentlichen lassen, ist das ihre Sache. Hier wird nix mehr verlinkt :-)
Man sollte von Lahm lernen: Wenn es am schönsten ist - einfach aufhören. (Gilt auch für glückliche Ehen *gg*).

hier
77

18
Jul
2014

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Ein Bedienfehler

Wann begreift die Menschheit endlich, dass immer neue Waffen und immer neue Kriege irgendwann zu ihrem Untergang führt?

hier

hier

Schweigen und Trauern.
34

Wie fühlt sich die Liebe an

„Einmal“, erzählte Michaela, „zeigte mir im Internet jemand ein Forum, in dem sich pflegende Angehörige von Wachkomapatienten austauschen.“



Wie fühlt sich die Liebe an


Die junge Schwester trällert etwas, während sie in Küche Wasser in die Kanne fühlt. Ihr Gang ist beschwingt und mich trifft ein verschmitzter Blick.
Mein Gott, ich grinse wie ein Teufel, Sie sind verliebt. Sie lacht hell und glücklich auf, weil sie sich freut, dass ich es entdeckt habe. Die Kranke ist ganz ruhig. Ja, sagt die Schwester, ich bin machtlos, es hat mich erwischt.
Wie ist er, der ein solches erreichte?
Er ist, er ist, sie stellt die Kanne ab, und hebt unterstützend die Arme – er ist wunderbar.
Sie sind verrückt. Ja, ja, sie kichert, ich bin total verrückt. Kennen Sie das nicht, Herr Mukono?
Es ist vorbei für mich, antworte ich, aber ich freue mich für Sie. Dann wende ich mich meinem Computer zu. Die Schwester verschwindet im Krankenzimmer. Ein Geruch von Desinfektionsmitteln weht aus der offenen Tür.
Ich tippe, und das Radio plärrt alte Schlager aus meiner Jugendzeit.

“jemand schrieb einer Maria einen Brief“
erzählte sie mir kichernd.


Dein Blick geht mir durch und durch, du unbekannte Schöne. Verzeih mir, dass ich es schreibe. Aber etwas ist stärker in mir als jede Vernunft. Deine Augen haben diese Frage, bist du der Richtige für mich? Hast du daran gedacht, als der Fotograf dich aufnahm. Hast du daran gedacht, als du dieses Foto ins Internet stelltest würdest. Gibt es dort in der Weite jemanden, der mich erkennt?

Ich habe dich erkannt, ja. So oft hast du schon die Enttäuschung erlebt, dass ein Mann dich nur als Objekt seiner Begierden sah, so oft warst du eine Beute, ein Opfer. Niemand hat sich für deine Seele interessiert... vielleicht triffst du nun auf diesem Weg übers Internet den Richtigen. Jemand, der dich einfach in den Arm nimmt, wenn du traurig bist. Jemand, der mit dir lacht und tanzt, wenn du fröhlich bist. Jemand, der dich zärtlich streichelt, dass du dich fallen lassen kannst, wie als Kind in die Arme der Mutter oder des Vaters.

Jemand, der deine Leidenschaft schürt, dass euch beide die Wellen der Lust über den Horizont hinaustragen wie ein Schiff vor dem Wind durch das stürmische Meer.
Ach, du meine Schöne, wie oft hast du daran gedacht, ob es diesen Menschen für dich gibt. In den Augen wohnt immer noch die Hoffnung einer Liebenden.
Du bist so rein, deine Haut hat die Farbe von Schokolade, es muss sich so gut anfühlen, dich zu streicheln, deine Lippen sind wie Kirschen, dich zu küssen, muss die unendliche Hingabe wecken, in die man sich fallen lassen kann. Deine Augen sind unergründlich wie der Dschungel, lauter Geheimnisse verbergen sie. Wenn ich dich küsse, halte ich inne und versenke meinen Blick in die Unergründlichkeit deiner dunklen Augen.
Du wirst immer ein Rätsel bleiben, aber ich will den Rest meines Lebens damit verbringen, es zu erkunden und versuchen, es zu lösen. Ich habe den ganzen Tag an dich gedacht, am Morgen schon, und auch spät in der Nacht. Wie es wohl wäre, von deinen Armen gehalten zu werden, einmal dein Kind zu seine, und einmal dein Teufel, der über dich gebietet, dem du deine Erregung zu Füßen legst. Alles in einem Kuss vereinen. Wie es wohl wäre, dir nach der Liebe sanft die verschwitzten Haare aus der göttlich geschwungenen Stirn zu streichen und mit kratzender Stimme zärtliche Worte zu finden... du bist so schön, meine Liebe.
Ich habe an dich nicht nur am Tag gedacht, ich habe dich mit in meine Träume genommen, und der Morgen fand mich voller Sehnsucht auf ein Zeichen von dir...


Na, die junge Schwester erscheint, ich bin fertig. Sie schreiben aber heute wieder wie ein Besessener, Herr Mukono, worüber denn, wenn ich fragen darf?
Lächelnd schaue ich hoch, Hat sie ihre Tabletten bekommen, Inhalation, die Emulsion gegen den Pilz?
Ja, sagt die junge Schwester und strahlt, wenn ich verliebt bin, vergesse ich doch meine Pflichten
nicht.
Wir sehen uns dann Mittag wieder, tschüss, bis dann.
Die Tür klappt hinter ihr zu. Die Kleine hat mir die richtige Antwort gegeben. Ich stehe auf und schaue nach der Kranken und binde ihre Hände fest an die Lehnen des Rollstuhls. Sie schläft im Sitzen.
Dann setze ich mich wieder an den Computer.

Ich bin ein Verlorener, du Schöne, du meine Liebe, vergiss mich, für mich gibt es kein Leben mehr. Es ist vorbei.

Ich fühle mich auf einmal unwahrscheinlich frei vom Leben und sehr leicht. So müssen sich die Gladiatoren gefühlt haben, wenn sie in die Arena schritten und den Arm hoben.
„Cäsar, die Todgeweihten grüßen dich!“
Und setze einen Punkt.



„Und war das etwas für Sie?“ fragte ich,
„und haben Sie sich darin wieder gefunden?“ wollte ich wissen.
„Nein....nein.“
„Warum nicht?“
„Wir Frauen fühlen wohl anders“, sagte Michaela.
35

17
Jul
2014

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Sommerhitze

Sonnenwärme erzeugt einen kleine Schweißfilm auf der Haut wie ein Gewand aus Seide. Er läuft so leicht als wäre er betrunken und könnte sein eigenes Alter vergessen, wie im Traum zur Jugend zurückgekehrt.
Schatten wedeln im kühle Luft zu, als wären Diener mit riesigen Fächern zur Stelle. In ihm singt die Musik des Sommers.
Er denkt immerzu an Michaela. Schon seit gestern. Ob sie auch an ihn denkt?
Ihm wäre es sogar lieber, sie täte es nicht.
Er möchte nicht mehr solche Geschichten erleben, die einen wehrlos machen wie das Wild vom Pfeil durchbohrt. Nein, nicht mehr, nie mehr.
Er setzt sich auf eine Bank im Park. Mindestens sechs alte Leute ziehen an ihm vorüber wie eine Karawane durstender Kamele. Dumpfer Blick von Wärme erzeugt...

Wie er die Jugend liebt und die Schönheit der jungen Körper, die glatte Haut, die lässigen Bewegungen, den Charme der lächelnden Gesichter.
Ein altes Gesicht sieht er von jemanden, der von allem weiß, hinter dem Stumpfsinn liegt auch noch ein Land.
Ein Land der Erinnerung.

Im Lokal isst er gut und trinkt kaltes Bier.
Während er Kaffee trinkt, denkt er an Michaela.
Die Kellnerin stammt aus der Dominikanischen Republik und heißt Maria.
Nicht Michaela. Michaela ist anders als Maria. Michaela ist Vertrautheit wie die Heimat vertraut ist. Maria ist Sehnsucht wie die Fremde ersehnt wird.
Maria sagt, mein Schatz und lacht.
Michaela sagt, du verstehst mich, du kennst mich wie dich selbst.

Eine Unbekannte sitzt am Nebentisch mitten in der prallen Sonne und trinkt Caipirinha, drei Gläser nacheinander. Sie hat nasse Augen und schwärmt, sie hätte zehn Jahre in der Dominikanischen Republik gelebt. Die Menschen wären da anders, sie sucht nach Worten...
Sie sind freundlich und friedlich, hilft er ihr.
Ja, ja, sagt die Unbekannte und lallt schon etwas.

Junge Mütter ziehen vorüber, sie ziehen ihre kleinen Kinder nackt aus, weil es so warm ist. Alle sind benommen und glücklich von der Wärme.

Sie haben alle schöne Körper, lallt die Unbekannte, die Menschen der Karibik, wir nicht, wir Weißen sind nicht so schön.
Maria ist schön, sagt er, Maria lacht.

Autos hupen fröhlich.
Die Straße ist voller Menschen, die Feierabend haben.

Michaela, denkt er, hat eine schöne Seele, so etwas fühlt man.

Ja, Maria, ist schön, singt die betrunkene Unbekannte und zieht einen Geldschein aus ihrem Portemonnaie, hier den habe sie immer bei sich, er ist aus Marias Heimat.
Maria lacht, willst du noch einen Caipirinha?

Alte weiße Weiber, er hat sie in Malindi, in Kenia gesehen, wenn sie die Schönheit brauner Körper anbeten, stumm vor Verzweiflung und Reichtum.

Er raucht eine dicke Zigarre und denkt an Michaela...

Eine halbe Stunde später packt er seine Tasche und geht durch die Abendsonne heimwärts, hinter sich Maria und die betrunkene Unbekannte.

Und denkt an Michaela. Was für eine Geschichte!



hier

und

hier
31

16
Jul
2014

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Rechtsstaat?

Wer einmal versucht hat gegen die Rentenversicherung seine gerechte Rente einzuklagen oder noch schlimmer, wer einmal versucht hat gegen die Mafia der Mediziner einen Behandlungsfehler einzuklagen, der vielleicht sogar zum Tod eines nahen Angehörigen geführt hat, weiß, wie Anwälte nur abzocken wollen und die Justiz gnadenlos blind ist gegen den "kleinen Mann".
Um so mehr verwundert es, wie eine Nazimörderin von 3 (!) Anwälten vertreten wird, die sie mal flugs ablehnen kann, wenn es für sie ungemütlich wird (sehen Sie auch den vorigen Link).
Aber wer bezahlt das alles?

hier
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Spenden vom Verfassungsschutz

Das Einzige, was in Deutschland wirklich funktioniert ist anscheinend der Antikommunismus. Was dagegen der Kampf gegen den Rechtsterrorismus angeht, sind Polizei und Verfassungsschutz blind - und vielleicht sogar daran beteiligt.

Der Verfassungsschutz hatte ausdrücklich für die NSU-Bande Geld gespendet, die da schon im Untergrund lebte. Ein V-Mann packte aus

hier

„Soweit ich mich erinnere, war das direkt für die Weitergabe.“
43

15
Jul
2014

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Die Verfallene (bearbeitet und neu eingestellt)

"Ich war ihm verfallen. Und das wusste ich auch. Verstehen Sie, ich rannte mit sehenden Augen ins Verderben".

Nachdenklich hob ich den CognacSchwenker in Augenhöhe an, bewegte ihn vorsichtig kreisend, als könne ich damit die guten Geister des guten deutschen Weinbrands darin zum Vorschein bringen und dachte über die gehörten Worte nach. Dann setzte ich das Glas an die Lippen und trank einen winzigen Schluck. Eine angenehme Wärme strömte durch mich hindurch wie ein heilender Strom. Das erzeugte ein gewisses Hochgefühl.
Dabei ließ ich die Frau vor mir nicht aus den Augen. Sie beobachtete mich ebenfalls, aber nicht wirklich. Sie war zu sehr in sich und in ihrem Problem gefangen. Sie redete und redete.

- "Dabei fand ich nichts besonderes an ihm, als ich ihn das erste Mal sah. Kein gut aussehender Mann, aber muss ein Mann gut aussehen?", sie hielt inne und lächelte plötzlich, so ein wenig genüsslich, dass aber gleich ins Klägliche umschlug, fast trotzig schaute sie, "es war wohl sein Blick, ja, und seine Hände, wenn Sie verstehen, was ich meine".

Ich beugte mich vor und kramte in meiner Jackentasche nach Zigaretten. Während ich am Filter zog, als wollte ich das Feuer trinken, ließ ich sie immer noch nicht aus den Augen. Sie war in der Jugend sicherlich sehr attraktiv, und das konnte man heute noch erahnen.
Ich hatte keine Ahnung von der Abhängigkeit einer Frau von einem scheinbar erfolgreichen Frauenverführer. Warum sie es mir erzählte, wusste ich auch nicht. Ich denke, ich war einfach ihr Opfer als Zuhörer.
Es hatte mich hierher verschlagen, weil Dinge geschehen waren, von denen ich dieser Frau nichts erzählt hatte. Einige Dinge, die mein Leben in ganz andere Bahnen lenken könnten. Aber alles war noch offen.
In zwei Stunden erwartete mich ein wichtiger Termin.
Eigentlich war ich da in Gedanken und nahm die geschwätzige Frau nur beiläufig wahr.

„Wie haben Sie ihn kennen gelernt?"fragte ich, um überhaupt etwas zu sagen.

"Ach, das Übliche", sie antwortete fast ärgerlich, auch unterstrich sie die Ablehnung meiner Frage mit einer gewissen ärgerlichen Handbewegung.

"Das Übliche?"

"Ja, ja, ich weiß, was Sie jetzt denken werden... im Internetchat... verstehen Sie".

Sie verstummte plötzlich und so eine kleines bitteres Lächeln huschte über ihr Gesicht wie eine Wettertrübung am eigentlich ungetrübten Sommerhimmel manchmal vorbei huscht, so eine dunkle Wolke.

Ich schwieg. Ich war erst mit der Bahn unterwegs gewesen, aber dann wurde diese überfüllt, das war schlichtweg unerträglich, alles laute Fans, die zur Fanmeile strömten, um vereint zu jubeln. Ich war schnell in ein Taxi umgestiegen und hatte mich hier am Hotel absetzen lassen. Gegenüber sollte das Treffen stattfinden...

- "Flirt, 60 Plus", sagte die Frau, in ihrer Stimme war eine gewisse Verachtung heraus zu hören, eine Selbstverachtung.

"O", bemerkte ich, und blies den Qualm den Kopf nach hinten legend, gegen die Decke des Hotelcafés, "sind Sie?" ich hielt inne und versuchte ein charmantes Lächeln.

- "Was?", fragte sie.

"schon über sechzig?"

"Sieht man mir das nicht an?", sie.

"Nein, nie und nimmer!" Ich lächelte.

"Danke", sagte sie.

Natürlich wusste ich so viel über Frauen, dass man in diesem Fall nie die Wahrheit sagen darf. In Wahrheit hockte sie da vor mir wie ein zerzauster alter Spatz im Unglück, ein grauer Spatz, nippte von ihrem Kaffee und redete und redete. Wir saßen praktisch auf der Straße Unter den Linden, über uns eine orange farbige Markise. Das wirklich Freundliche hier: Rauchen war erlaubt. Und das tat sie auch, sie rauchte und redete... ich hörte zu. Eigentlich nur so nebenbei.

"Das war vor drei Jahren. Wir lernte uns real kennen", sie zögerte etwas ..."und landeten gleich ins Bett. Und dann war ich ihm verfallen mit Haut und Haaren, darf ich offen sein?"

"Ja", sagte ich und verschluckte mich beinahe am Weinbrand, den die aufmerksame Kellnerin wieder gebracht hatte, auf der Straße hupten die Taxis, Touristen flanierten vorbei, manchmal eine Fahrradrikscha...

"Mit ihm hatte ich den ersten multiplen Orgasmus meines Lebens, verstehen Sie, danach war ich ihm verfallen."
"Verstehe", antwortete ich und dachte, warum um Himmels Willen müssen diese alten Damen immer den ersten multiplen Orgasmus ihres Lebens haben?
Bei irgend einem Hallodri? Hatte er sie gefesselt und gepeitscht, auf Knien kriechen lassen?
Was geht mich das an, dachte ich. Lächerlich so was. Und ich dachte wieder an meinen erfreulichen Termin.

Sie rauchte nervös.
"Es war wirklich schlimm, ich war ihm verfallen" (sie wiederholte sich), dann lachte sie bitter, - "und er nahm mich, wie sagt ihr Männer, er nahm mich aus wie eine Weihnachtsgans".

"Ich sage so was nicht", warf ich ins Gespräch und verlor irgendwie das Interesse an der Frau, an der Theke stand die Kellnerin und lächelte zu mir herüber, was für eine nette junge Frau...es war angenehm warm hier in der Stadt, dann sagte ich, "ich habe auch noch keine Frau ausgenommen wie - eine Weihnachtsgans".
Und ich dachte, und zum Glück war mir auch noch keine verfallen, weil das echt abtörnend sein muss und überhaupt, ich mag keine Gespräche mit alten Damen über ihren ersten multiplen Orgasmus... ich mag noch nicht mal Gespräche über Partnerschaftsprobleme, nicht einmal mit der Partnerin, mit der ich gerade zusammen bin, geschweige denn von wildfremden Menschen ...
Die Frau hockte jetzt irgendwie unglücklich da, als könne sie meine Gedanken lesen.

"Wann war denn das, als Sie ihm verfallen waren", fragte ich mehr höflich, als wirklich interessiert.

„Ich sagte doch, vor drei Jahren", antwortete sie wie erleichtert, dass dieses Gespräch weiter ging wie ein Flüsschen nach dem Wasserfall in den Bergen nun in die Ebene strömt, behaglich sozusagen, ich legte mich zurück.

"Als er alle meine Ersparnisse kassiert hatte, verließ er mich."

"Ja", bestätigte ich eigentlich nur, es gehört zu haben.

"Er ist ein Hund, eine Bestie." Nein, sie lachte dabei nicht, sie war richtig wütend.

"So ist es richtig. Wow", unterstützte ich sie.

"Vor einem Monat tauchte er wieder im Chat auf."

"Aber ihre Ersparnisse waren doch am Ende."

"Ich hatte doch noch meine Lebensversicherung nicht gekündigt."

"Aha, ja."

Über uns strich eine sanfte Brise, wie ein Kuss von der guten Stadt. Ich griff zur nächsten Zigarette. Und zum dritten Weinbrand. Die Augen der Kellnerin hatten gefunkelt wie kleine Leuchtraketen, und ich hätte ihr am liebsten ein Herz in die Wolken gemalt.

"Für dieses Wochenende lud er mich in dieses Hotel ein. Er wolle, hatte er gesagt, alles noch einmal von vorn beginnen"...

Auf der Straße entdeckte ich in einer Fahrradrikscha eine lachende junge Afrikanerin und einen lachenden alten weißen Mann. Ich schwieg versonnen. So war ich auch mal mit meiner kenianischen Stieftochter unterwegs gewesen.
Wenn alles richtig läuft bei dem Termin, werde ich sie demnächst sehen.

"Als ich vorgestern hier ankam, hielt mir die Dame von der Rezeption als erstes die Rechnung für das Appartement unter die Nase."

Ich setzte mich etwas hoch, sah die Frau an und stutzte.

"Sie haben bezahlt?"

"Ja, natürlich."

"Und?"

"Zwei Stunden später klopfte es an der Tür"...

Ich lachte lauthals.

"Er war gekommen."

"Nein, ein Fremder stand da."

"O!"

"Es war", sie machte eine sehr theatralische Pause, und dann... "sein Bruder, er käme als Vertretung, weil, na ja", sie griff nach einem Taschentuch und schnäuzte sich,
"und nun", wollte ich wissen, das erste Mal interessiert,
sie streckte sich auch etwas hoch, "sein Bruder hat dieselben Augen".

Ich sah sie starr an,
"Und auch dieselben Hände?"

"Ja, ja."

"Und jetzt sind Sie dem Bruder"...

Sie kicherte nervös ins Taschentuch,

"Ja, ja."

- "...verfallen?"

Sie schluchzte auf.

In diesem Moment tauche ein kleiner dicker Mann auf, der eine Sonnenbrille trug. Er wirkte irgendwie unbeholfen und beugte sich auch so über den Tisch,

"Nun, mein Schatz, hast du dich gelangweilt", fragte er mit beunruhigend dunkler Stimme, als spräche er aus einer Tiefe heraus, aus einem Abgrund.

"Nein, nein", sagte sie, "ich habe mich mit dem Herrn unterhalten" und stand auf, sie wendete sich mir zum Abschied zu,
"wir wollen noch ins Panoptikum am Brandenburger Tor, schönen Tag noch"...

Ich deute eine Verbeugung an.

"Danke, Ihnen auch"... Und fühlte eine stechenden Blick daneben hinter dunklen Gläsern der Sonnenbrille von Seiten des Mannes.

Wenig später stiegen die beiden in eine Fahrradrikscha...

"Noch einen", fragte die Kellnerin.

"Ja, einen noch, aber dann ist Schluss."

Ich lebte mal mit einer Frau zusammen, die lehrte mich bei den Lebensmitteln auf das Verfallsdatum zu achten, fiel mir ein, und ich lehnte mich gemütlich zurück in den Korbsessel des Hotelcafés dort Unter den Linden, nicht weit vom Brandenburger Tor... und sinnierte ein wenig.
Ich denke, als sie jung war, ähnelte diese Frau der heutigen neuen Fürstin von Monaco, sie hat auch so einen sinnlichen Zug im Mund, immer noch.
Und dann dachte ich, sicherlich steht diese Fürstin dort als Wachsfigur aus im Panoptikum, da kann sie sich jeder angucken, um mal eine Vorstellung zu bekommen.

Und trank meinen Weinbrand aus.
Und ging zu meinem Termin.

Wieder zu Hause sah ich kurz im Fernsehen die jubelnde Masse in der Fanmeile.
Sorry, ich muss bei so etwas immer an den Goebbels denken und an seine gebrüllte Frage:
„Wollt ihr den totalen Krieg?“
Die waren ihm wohl alle verfallen damals.

Na ja, heutzutage ist das ja dagegen harmlos – und wenn ein Mensch einem anderen verfällt, ist das eh nur ein kleines dummes Schicksal, oder?

Aber ich sehe da nicht gern zu.
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Denke schon:-))))
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kontor111 - 21. Jul, 17:49
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HARFIM - 21. Jul, 16:06
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